Kosten für die künstliche Befruchtung

Grundkosten einer künstlichen Befruchtung
Wer sich seinen Kinderwunsch mit einer künstlichen Befruchtung erfüllen will, muss in die Tasche greifen. Als Richtlinie für den Preis gilt: In-Vitro-Befruchtungen kosten ca. 1000 bis 1500 Euro pro Zyklus. Es müssen aber immer mehrere Zyklen durchlaufen werden, so dass die Kosten nicht bei diesen Beträgen bleiben. Inseminationen belaufen sich auf 100 bis 150 Euro. Hinzuzurechnen sind noch die Medikamente. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwangerschaft eintritt, liegt bei ungefähr 30 Prozent je Zyklus. Drei oder vier Zyklen sind also relativ normal, bis es mit dem Baby klappt. Natürlich ist eine Garantie generell nicht möglich. Damit können die gesamten Kosten für die künstliche Befruchtung auf ungefähr 6000,- Euro steigen.

Was übernimmt die Krankenkasse?
Die ungewollte Kinderlosigkeit ist bei den Kassen als Krankheit anerkannt. Die Kostenübernahme hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als die Gesundheitsreform von 2004 noch nicht in Kraft war, konnten die Krankenkassen alle Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen. Seit 2004 müssen verheiratete Paare die Hälfte der Kosten selbst übernehmen. Wer unverheiratet ist, trägt die ganzen Kosten. Beide Partner müssen zur möglichen Kostenübernahme weitere Bedingungen erfüllen. Das Alter der Frau muss zwischen 25 und 40 Jahren liegen und der Mann muss zwischen 25 und 50 Jahre alt sein. Eine Aussicht auf Erfolg einer Behandlung muss auch gegeben sein.

Behandlungsmethoden
Die Intrauterine Insemination (IUI) wird angewendet, wenn die Spermien eine verminderte Qualität zeigen. Im Labor auf konzentriert werden sie wieder in die Gebärmutterhöhle übertragen. Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) geschieht die Befruchtung außerhalb des Körpers. Zwei Wochen lang werden mit Hormonspritzen die Eierstöcke stimuliert. Die herangereiften Eizellen werden im Absaugverfahren entnommen und mit dem Samen in einer Kulturschale zusammengebracht. Danach werden zwei bis drei Embryonen in die Gebärmutter zurückversetzt. Bei sehr schlechter Samenqualität werden einzelne Spermien bei der Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) abgesaugt und direkt in die Eizelle injiziert.

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